Titel: Verfahren zur Fabrication von schwefelsaurer Thonerde; von Ch. Norris.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 149/Miszelle 6 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/mi149mi04_6

Verfahren zur Fabrication von schwefelsaurer Thonerde; von Ch. Norris.

Man nimmt Porzellanthon, verwandelt ihn in ein feines, trockenes Pulver und bringt ihn im mäßig erhitzten Zustande mit ungefähr dem gleichen Gewicht Schwefelsäure von 1,75 spec. Gewicht zusammen. Die Schwefelsäure wird am besten auch im heißen Zustande, so wie sie aus den Bleipfannen kommt, angewendet. Es kann aber der eine Stoff auch kalt seyn, wenn nur der andere hinreichend heiß ist. Der Thon und die Schwefelsäure werden mit einander vermischt, worauf man aus der Masse Haufen bildet, am besten von solcher Größe, daß in einem Haufen circa 10 Tonnen der Masse vereinigt sind. Die Schwefelsäure beginnt nun alsdann den Thon zu zersetzen, welche Zersetzung unter Erhitzung mit Heftigkeit durch den ganzen Haufen sich fortpflanzt, so daß zuletzt eine trockene Masse übrig bleibt, die man ohne Weiteres oder nachdem sie bloß gemahlen worden, als rohe schwefelsaure Thonerde in den Handel bringt. Zuweilen beginnt die Einwirkung der Schwefelsäure auf den Thon schon während der Vermischung dieser beiden Stoffe, gewöhnlich aber erst nachdem die Masse zu einem Haufen vereinigt ist. Hat man die beiden Stoffe vor dem Mischen oder die Mischung vor dem Zusammenhäufen zu kalt werden lassen, so daß in Folge dessen die Zersetzung nicht oder nicht rasch genug eintritt, so braucht man nur ein rothglühendes Schüreisen einige Zoll tief in den Haufen hineinzustecken, um zu bewirken, daß die Zersetzung des Thones beginnt und alsdann durch die ganze Masse hindurch sich fortpflanzt. – Patentirt in England am 23 Juli 1857. (Repertory of Patent-Inventions, April 1858, durch polytechnisches Centralblatt, 1858 S. 971.)

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