Titel: Einfaches Mittel zur Abwendung des Schadens durch Maulwürfe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 149/Miszelle 7 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/mi149mi05_7

Einfaches Mittel zur Abwendung des Schadens durch Maulwürfe.

Ein tüchtiger ungarischer Obstzüchter, Namens Siebenfreund, theilt in der Monatsschrift für Pomologie und praktischen Obstbau Folgendes mit:

Ich gehöre zu den großen Verehrern der Maulwürfe, und wenn ich sie in meinen Baumschulen vermehren kann, so thue ich es gewiß, weil ich an jedem einen Freund mehr zähle, der mich von den lästigsten Feinden meiner Bäumchen in der Erde zu befreien sucht. Erlaubt sich aber irgend einer dieser Wühler einen Spaziergang in meine Saatbeete, so ändert sich das Verhältniß und der gute Freund wird in der Absicht, mir zu nutzen, ein Feind, der so bedeutenden Schaden anrichtet, daß ich alle Mittel anwenden muß, ihn zu beseitigen. Wir wissen, daß die Geruchsorgane des Maulwurfs äußerst empfindlicher Natur sind, und das war die Veranlassung, daß ich auf Mittel gesonnen habe, ihn von Orten zu verdrängen, wo er nicht seyn sollte. Dieß gelang mir ganz einfach durch Anwendung von Steinkohlentheer. Ich lasse nämlich rings um die Saatbeete einen 7 Zoll tiefen Graben aufwerfen und lege in diesen einen gewöhnlichen, durch Steinkohlentheer gezogenen Bindfaden, der mit der ausgehobenen Erde wieder bedeckt wird, und – kein Maulwurf passirt diese Linie wieder.

Noch mehr aber dürfte die Mittheilung erfreuen, daß solche in der Luft gezogene Drahtzäune mit Theer bestrichen – kein Hase passirt. Ich hatte einen 80 Klafter langen Drahtzaun, mit Theer bestrichen, im vergangenen Herbst angelegt und keine Hasenfährte war näher als 2 Schritte davon sichtbar.

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