Titel: Fairbairn's Versuche über die Festigkeit des Schmiedeeisens bei höherer Temperatur.
Autor: Fairbairn, William
Fundstelle: 1858, Band 150, Nr. XXX. (S. 105–108)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj150/ar150030

XXX. Versuche über die Festigkeit des Schmiedeeisens bei höheren Temperaturen; von William Fairbairn.

Aus dem „Civilingenieur“, 1858, Bd. IV S. 191.

William Fairbairn, dessen Versuche über die Festigkeit des Gußeisens rühmlichst bekannt sind, hat im August 1856 der British Association for the Avancement of Science eine große Versuchsreihe über die Festigkeit des Schmiedeeisens bei höheren Temperaturen vorgelegt, über welche wir nachstehenden Bericht aus der „Revue universelle, Nov. 1857“, entlehnen.

Es geht aus diesen Versuchen hervor, daß selbst die Wärmegrade, welchen das Blech der Dampfkessel ausgesetzt ist, ohne schädlichen Einfluß auf die Festigkeit des Eisens sind. Zeigen sich auf der Feuerseite der Bleche Schiefer, so liegt dieß in einer unvollkommenen Ausschweißung, in deren Folge der Widerstand abnimmt und eine Abtrennung eintritt.

Indessen ist doch ein wesentlicher Einfluß der Temperatur auf die Festigkeit zu erkennen, und es gibt eine Temperatur, wo die Festigkeit ein Maximum wird.

Fairbairn's Apparat war eine ungleicharmige Waage, mit welcher ein Zug von 100000 Pfund oder 45 Tonnen pro Quadratzoll engl. ausgeübt werden konnte. Die Barren, welche zerrissen werden sollten, waren in ein Oel- oder Wasserbad eingeschlossen, welches mit einem Kohlenbecken umgeben ist, um auf die gewünschte Temperatur gebracht werden zu können. Die Blechstreifen, welche zerrissen wurden, waren 17 1/2 Zoll lang, 5 Zoll breit, aber in der Mitte, wo sie dem Bade ausgesetzt waren, bis auf 2 Zoll Breite abgeschwächt. Die Eisenstäbe hatten 7/8 Zoll Durchmesser und waren an der betreffenden Stelle auf 1/2 Zoll reducirt.

Nachstehende Tabelle enthält die Beobachtungsdata:

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Textabbildung Bd. 150, S. 106
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Textabbildung Bd. 150, S. 107
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Textabbildung Bd. 150, S. 108
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