Titel: Behandlung von Gutta-percha-Waaren mit Schwefelsäure, damit sie der Wärme besser widerstehen; nach John Macintosh.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 150/Miszelle 10 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj150/mi150mi03_10

Behandlung von Gutta-percha-Waaren mit Schwefelsäure, damit sie der Wärme besser widerstehen; nach John Macintosh.

Der Verf. hat früher schon vorgeschlagen, mit Gutta-percha überzogene Telegraphendrähte, wenn sie in Gegenden, in welchen ein hoher Wärmegrad stattfindet, benutzt werden sollen, der Einwirkung von Schwefelsäure auszusetzen, wonach der Gutta-percha-Ueberzug besser die Wärme verträgt. Er empfiehlt nun diese Behandlung auch für andere Gegenstände aus Gutta-percha, welche einer höheren Temperatur ausgesetzt werden sollen. Man taucht sie einige Secunden bis mehrere Minuten lang in englische Schwefelsäure und sodann in Wasser, und wäscht sie darauf mit Wasser, bis die Säure wieder vollständig entfernt ist. Besteht der Gegenstand bloß aus guter Gutta-percha und will man ihn bloß an der Oberfläche verändern, so taucht man ihn nur einige Secunden lang in Schwefelsäure. Will man aber den Gegenstand bis zu einer größeren Tiefe härten, so muß er länger eingetaucht werden, selbst wenn er bloß aus Gutta-percha besteht, und wenn die Masse außerdem noch andere Stoffe, wie Kautschuk oder Asphalt, enthält, so muß die Eintauchung noch länger dauern. Zu langes Eintauchen hat aber die Folge, daß der Gegenstand an der Oberfläche rissig wird. Durch Anwendung dieses Verfahrens kann man aus ordinärem Kautschuk mit geringem Zusatz von Gutta-percha Täfelchen zum Auslöschen von Bleistiftstrichen herstellen. (Repertory of Patent-Inventions, September 1858, durch das polytechnische Centralblatt, 1858 S. 1454.)

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