Titel: Verfahren zum Färben der Wolle mit Murexid, nach F. Petersen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 150/Miszelle 7 (S. 397–398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj150/mi150mi05_7

Verfahren zum Färben der Wolle mit Murexid, nach F. Petersen.

Nach Petersen gelangt man in folgender Weise dahin, Wolle schön und gleichmäßig mit Murexid zu färben. Man kocht die Wolle, nachdem sie gut gereinigt worden ist, mit Wasser, welches mit Weinsteinsäure oder einer andern Säure angesäuert wurde. Nachdem das Kochen etwa eine Stunde lang gedauert hat, nimmt man die Wolle aus dem sauren Wasser heraus und bringt sie, ohne sie vorher zu spülen, in eine Lösung von Murexid in Wasser. Diese Lösung kann kalt oder auch auf 30 bis 40º C. erwärmt angewendet werden; eine halbstündige Einwirkung dieses Bades auf die Wolle genügt, um derselben eine schöne Amaranthfarbe zu geben. Das Murexid oder purpursaure Ammoniak gibt mit Quecksilbersalzen einen carmoisinfarbenen, mit Zinnsalzen einen gelben, mit Wismuthsalzen einen orangefarbenen, mit Bleisalzen einen rosafarbenen, mit Silbersalzen einen violetten Niederschlag.

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Wenn man daher die in vorbeschriebener Weise amaranthroth gefärbte Wolle durch eine Lösung irgend eines dieser Metallsalze hindurchnimmt, so wird ihre Farbe entsprechend abgeändert; mehrere so gebildete Farben sind dauerhafter als die durch das Murexid allein erzeugte Farbe. (Technologiste, Sept 1858, durch das polytechnische Centralblatt, 1858 S. 1516.)

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