Titel: Lacassagne's trockene galvanische Säule.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151, Nr. LXV. (S. 268)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/ar151065

LXV. Trockene galvanische Säule, von Lacassagne und Thiers.

Aus Armengaud's Génie industriel, Juli 1858, S. 39.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Diese neue Säule ist an und für sich, oder in Vereinigung mit Elementen anderer Art, eine mächtige Quelle der Elektricität. Ein Theil der Elemente wird zur Erzeugung eines Metalles verwendet, welches nicht nur die Kosten der Säule deckt, sondern außerdem einen Vortheil gewährt, welcher sich aus der Zersetzung der zur Füllung dienlichen Substanzen ergibt.

Fig. 39 stellt den Apparat im senkrechten Durchschnitte, Fig. 40 im Grundrisse dar. Derselbe besteht aus einem Tiegel A aus feuerfestem Thon. In diesen stellt man einen an beiden Enden offenen eisernen Cylinder B, an den ein Leitungsdraht G befestigt ist. Im Innern dieses Metallcylinders befindet sich ein thönernes Diaphragma C, welches einen Gold-, Platin- oder Kohlenstab H aufnimmt, an den der andere Leitungsdraht E befestigt wird.

Als elektromotorisches Medium dient Kochsalz, welches in den Tiegel, und (wasserfreies) Chloraluminium oder Chlormagnesium, welches in die innere Thonzelle gefüllt wird. Diese Batterie wird mittelst eines gewöhnlichen Ofens von Außen bis zum Rothglühen erhitzt. Das Chlornatrium erregt das positive Metall B, das Chloraluminium das negative Element H. Wenn beide Salze in glühendem Zustande sich befinden, und man vereinigt nun die Leitungsdrähte, so erhält man einen elektrischen Strom, welcher ein eingeschaltetes weiches Eisen in einen starken Elektromagnet verwandelt.

Das Metall B wird durch die corrodirende Wirkung des Kochsalzes zerstört und das Chloraluminium zersetzt sich in freiwerdendes Chlor und in Aluminium, welches sich auf dem Boden des Diaphragma C ansammelt. Man kann eine Reihe solcher Elemente auf die gewöhnliche Weise mit einander verbinden und sich somit eine Batterie von großer Wirksamkeit verschaffen, welche für die Zwecke der Beleuchtung oder als Triebkraft verwendet werden kann, und zugleich in jedem Element eine gewisse Quantität Aluminium sammeln. Um das positive Element rascher zu afficiren, kann man dem Chlornatrium einen Zusatz von salpetersaurem oder chlorsaurem Kali geben.

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