Titel: Die beste Bereitungsart der Chromtinte, nach Dr. Göpel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 13 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi01_13

Die beste Bereitungsart der Chromtinte, nach Dr. Göpel.

Die ursprüngliche Vorschrift von Leykauf und Runge hat Karmarsch schon früher dahin abgeändert, daß er 2 Loth des käuflichen amerikanischen Blauholzextracts in 4 Pfund kochendem Wasser lösen und 1 Quentchen neutrales chromsaures Kali zusetzen läßt. Nach des Verf. Versuchen ist dieses Verhältniß nicht ganz zweckmäßig, da die Tinte dann eine leicht gelbgrau werdende Schrift gibt, wegen überschüssigen chromsauren Kalis. Nach Runge soll das Blauholz mit Wasser zur achtfachen Colatur gekocht und mit dem tausendsten Theil der Flüssigkeit neutralem chromsaurem Kali versetzt werden. Rechnet man 1 Th Extract von 8 Th. Holz, so kommen 8 Th. chromsaures Kali auf 125 Th. Extract oder 1 Quentchen auf beiläufig 4 Loth. Dieses Verhältniß gibt schon eine recht gute schwarze Tinte, allein sie enthält jedenfalls wieder zu viel Extract, was der rothbraune Rand verräth, den ein auf weißem Löschpapier verlaufender Tropfen bekommt.

Am besten fand der Verf. den Mittelweg, nämlich 1 zu 12. Man löst 3 Loth Extract in 4 Pfund heißem Regenwasser und setzt 1 Quentchen chromsaures Kali, für sich in wenig Wasser gelöst, zu. (Die neusten Erfindungen, 1858, Nr. 38.)

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