Titel: Ueber die Gewinnung des Jods aus der Mutterlauge des Chilisalpeters.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 7 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi01_7

Ueber die Gewinnung des Jods aus der Mutterlauge des Chilisalpeters.

Nach Dr. E. Reichardt's neuesten Untersuchungen enthält die Lauge oder die Flüssigkeit, welche beim Reinigen des rohen Chilisalpeters (des salpetersauren Natrons) resultirt, sehr beträchtliche Mengen von Jod, in der Form von jodsaurem Natron, nämlich mehr als 0,5 Proc., so daß es sich wohl lohnen dürfte, diese Lauge auf Jod zu verarbeiten. Dieß kann nach dem Genannten äußerst leicht auf die Weise geschehen, daß man die Lauge mit einem Ueberschuß von schwefliger Säure behandelt, wodurch sehr rasch das Jod sich abscheidet und gleich darauf in Jodwasserstoffsäure übergeht. Fügt man alsdann eine Auflösung von Kupfervitriol hinzu, so scheidet sich alles Jod als Kupferjodür aus, indem die überschüssige schweflige Säure das Kupferoxydsalz in die zur Fällung des Jods geeignete Form des Oxydulsalzes überführt. Aus dem Kupferjodür läßt sich dann auf bekannte Weise leicht das Jod abscheiden. (Archiv der Pharmacie Bd. CXLVI S. 134.)

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