Titel: Vorschrift zum Emailliren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 6 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi04_6

Vorschrift zum Emailliren.

Eine einfache Methode zur Emaillirung von Eisen ist noch immer ein Bedürfniß, doch soll folgende billige und einfache Methode, welche der Scientific American, vol. XIV, No. 12 bringt, sehr gute Resultate geben.

Wenn die zu emaillirenden Artikel gehörig mit Sand und verdünnter Säure gescheuert, dann gewaschen und getrocknet sind, so werden sie mittelst eines groben Pinsels mit einem dünnen Ueberzug von arabischem Gummi versehen und hierauf mit einem sogleich näher anzugebenden Pulver gleichförmig so dick bestreut, als man wünscht. Das Pulver zu weißem Email besteht aus 130 Thln. pulverisirtem Flintglas, 20 Thln. calcinirter Soda und 12 Thln. Borax, welche Substanzen in einem Tiegel zusammengeschmolzen und dann pulverisirt werden.

Die mit diesem Pulver bestreuten Artikel werden nun in einen auf 80° Reaumur geheizten Ofen gebracht, um sie vollkommen abzutrocknen und sodann in einen Ofen gestellt, welcher bis zur Rothglühhitze gefeuert wird, damit das Pulver schmilzt und einen glasartigen Ueberzug erzeugt; endlich läßt man sie in einem geschlossenen Raume allmählich auskühlen und glüht sie dann aus.

Dieser Ueberzug hat auch das Gute, daß er gänzlich ungefährlich ist und nicht, wie so viele Glasuren, Blei enthält. (Berg- und hüttenmännische Zeitung, 1859, Nr. 6.)

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