Titel: Darstellung des Aluminiums aus Schwefelaluminium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 7 (S. 317–318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi04_7

Darstellung des Aluminiums aus Schwefelaluminium.

Das Schwefelaluminium, welches man erhält, indem man über Thonerde, welche in einem geeigneten Apparat zum starken Glühen erhitzt ist, Schwefelkohlenstoffdampf leitet, wurde zuerst von Petitgand zur Darstellung des Aluminiums in Vorschlag gebracht; er reducirte dasselbe mittelst Kohlenwasserstoff (polytechn. Journal Bd. CXLVIII S. 371).

J. H. Johnson ließ sich am 6. März 1858 folgende zwei neue Methoden zur Reduction des Schwefelaluminiums in England als Mittheilung patentiren:

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Erste Methode. Man vermischt das Schwefelaluminium mit wasserfreier schwefelsaurer Thonerde in solchem Verhältnis daß der in derselben enthaltene Sauerstoff gerade ausreicht, mit dem ganzen vorhandenen Schwefel schweflige Säure zu bilden. Die Mischung wird dann in einer nichtoxydirend wirkenden Atmosphäre zum starken Glühen erhitzt, wobei Sauerstoff und Schwefel in Form von schwefliger Säure entweichen und Aluminium zurückbleibt. Durch Umrühren der Masse wird diese Wirkung befördert. Das erhaltene Aluminium kann in ähnlicher Weise wie es beim Puddeln des Eisens üblich ist, behandelt und dann entweder gewalzt oder gehämmert werden.

Zweite Methode. Das Schwefelaluminium wird in einer sauerstofffreien Atmosphäre zum Rothglühen erhitzt und dann trockenes Wasserstoffgas (oder das durch Einwirkung von Wasserdampf auf glühende Kohle erzeugte Gemenge von Wasserstoffgas und Kohlenoxydgas) darüber geleitet. Sollte hierbei eine niedrigere Schwefelungsstufe entstehen, so sucht man das Aluminium durch eine Art Saigerung daraus abzuscheiden. (London Journal of arts, December 1858, S. 358.)

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