Titel: Einfaches Verfahren das specifische Gewicht fester Körper zu bestimmen; von G. Osann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 2 (S. 395–396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi05_2
|396|

Einfaches Verfahren das specifische Gewicht fester Körper zu bestimmen; von G. Osann.

Man gieße in eine Kubikcentimeterröhre Wasser bis zu einer Höhe, daß der feste Körper, dessen Eigengewicht man bestimmen will, eingelassen unter die Oberfläche des Wassers zu liegen kommt. Man bestimme das absolute Gewicht desselben und bemerke sich die Höhe des Wasserspiegels in der Kubikcentimeterröhre. Hierauf bringe man den Körper in das Wasser. Das Volumen des Wassers wird jetzt um so viel steigen, als das des eingesenkten Körpers beträgt. Man findet dasselbe, indem man das frühere von dem jetzigen abzieht.

Hat man das absolute Gewicht des Körpers in Grammengewicht bestimmt, so findet man jetzt das specifische Gewicht, indem man mit der Anzahl der Kubikcentimeter in das absolute Gewicht dividirt. Als Beispiel diene folgender Versuch: Die Kubikcentimeterröhre war bis zu 30 Kub. Cent, mit Wasser angefüllt. Das Gewicht von zwei Stücken Stangenschwefel betrug 17,60 Grm.; in die Röhre gebracht, stieg das Wasser um 9,0 Kub. Cent, höher; dieß dividirt in 17,60 gibt 1,95, übereinstimmend mit dem bekannten spec. Gewicht des Schwefels. Es versteht sich von selbst, daß dieses Verfahren nicht angewendet werden kann in den Fällen, wo es sich um seine Bestimmungen handelt. (Poggendorff's Annalen, 1859, Bd. CVI S. 334.)

Dr. Fr. Mohr hat schon im J. 1853 nachgewiesen, daß die sicherste Bestimmung des specifischen Gewichts eines Körpers darin besteht, daß man das Volum des Wassers mißt, welches er verdrängt. Dr. H. Schwarz construirte im vorigen Jahr einen Apparat (beschrieben im polytechn. Journal Bd. CXLIX S. 448), um nach diesem Princip das spec. Gewicht fester Körper (Kartoffeln, Mineralien etc.) für technische Zwecke zu bestimmen. Die Redaction.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: