Titel: Ueber die Erzeugung eines luftverdünnten Raumes durch ausströmenden Dampf.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 3 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi05_3

Ueber die Erzeugung eines luftverdünnten Raumes durch ausströmenden Dampf.

Hr. Prof. Dr. Zeuner in Zürich hat zur Ermittelung des Einflusses, welchen Dampfstrahlen auf den Zug ausüben, Versuche über die durch Dampfstrahlen zu erreichende Luftverdünnung mit folgendem einfachen Apparate angestellt. Das Dampfrohr mündet in der Achse eines cylindrischen Blechgefäßes, und senkrecht darüber befindet sich eine zur Aufnahme verschieden langer und weiter Rohre bestimmte Oeffnung. Die Mündung des Dampfrohres kann mit verschiedenen Mundstücken versehen werden. Die Versuche, welche später mit einem vollkommeneren Apparate wiederholt werden sollen, zeigten. daß die durch ein Vacuummeter am Gefäße gemessene Luftverdünnung um so größer ist,

1) je enger das Aufsatzrohr im Verhältniß zur Dampfrohrmündung ist,

2) je größer die Spannung des Dampfes, also auch seine Austrittsgeschwindigkeit ist,

3) je länger das Aufsatzrohr ist.

Ad. 1 werden folgende Versuche angeführt. Bei 1,4 Ctm. weiter Ausflußmündung, 0,93 Meter Abstand vom oberen Ende des Rohres bis an die Mündung, und einer Dampfspannung von 1080 Millim. Quecksilbersäule entstand

für eine Aufsatzrohrweite von 12 6 4 2 Centim.
ein Ueberdruck der Atmosphäre von 11,8 49,3 104,5 141,3
Millimeter Quecksilber.

Ad. 2. Bei demselben Mündungsdurchmesser und derselben Aufsatzrohrlänge fand man für 12 Centim. Weite dieses Rohres und

Dampfspannungen von 860 970 1130 Millim.
den Ueberdruck der Atmosphäre 4,1 7,7 11,8 Millim.
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Ad. 3. Bei demselben Mündungsdurchmesser und 12 Centim. Aufsatzrohrweite wurde bei 1120 Millim. Dampfspannung beobachtet, daß für

eine Rohrlänge von 20 29 50 59 84 93 Centim.
der Ueberdruck 3,6 8,4 11,6 11,6 11,8 11,8 Millim.

betrug, woraus zugleich hervorgeht, daß die Länge des Aufsatzrohres nur bis zu einer gewissen Gränze von Einfluß war. (Notizblatt des Civilingenieur von 1859, Nr. 3.)

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