Titel: Bereitung der Pikrinsäure aus dem australischen Gummi, von C. Lea.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 151/Miszelle 6 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj151/mi151mi06_6

Bereitung der Pikrinsäure aus dem australischen Gummi, von C. Lea.

Zur Bereitung der Pikrinsäure empfiehlt der Verfasser, falls diese aus dem australischen Gummi (dem Harze der Xanthorrhea hastilis) bereitet wird. 5 Unzen dieses Gummis in Stücken mit 12 Unzen Salpetersäure von 1,42 spec. Gewicht zu übergießen. Sobald die Einwirkung beginnt, die plötzlich eintritt, gießt man 25 Unzen Wasser dazu. Man setzt die Mischung dann etwa zwei Stunden lang einer gelinden Hitze aus, falls sie überzusteigen droht, fügt man kaltes Wasser dazu, doch sucht man diese Maßregel durch Reguliren der Hitze zu umgehen, verstärkt dieselbe wieder und kocht nun auf die Hälfte ein. Nun fügt man von Neuem 5 Unzen derselben Säure hinzu, kocht wieder bis zu demselben Volum ein und wiederholt nochmals den Zusatz von 4 bis 7 Unzen Säure und das Einkochen, wobei man die Flüssigkeit auf 4 Unzen einengt. Nach dem Erkalten findet man nun einen festen Kuchen von Pikrinsäure

Die rohe Säure wird erst mit Wasser gewaschen, und dann in Wasser, das mit einigen Tropfen Schwefelsäure angesäuert worden, gelöst. Man filtrirt, stellt das Kalisalz dar, reinigt dieses durch Umkrystallisiren und zerlegt es endlich mittelst Salzsäure. (Aus Silliman's american Journal, vol. XXVI p. 379, durch das chemische Centralblatt, 1859, Nr. 8.)

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