Titel: Walker's Verfahren zur Anfertigung der kupfernen Siederöhren für Dampfkessel.
Autor: Walker, Samuel
Fundstelle: 1859, Band 152, Nr. XXXVIII. (S. 168–169)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj152/ar152038

XXXVIII. Verfahren zur Anfertigung der kupfernen Siederöhren für Dampfkessel, von Samuel Walker in Birmingham.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, Decbr. 1858, S. 445.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Zur Anfertigung der bei den Dampfkesseln von Locomotiven, Schiffsdampfmaschinen und stationären Dampfmaschinen in Anwendung kommenden Siederöhren nehme ich einen Streifen von Kupferblech und bringe, |169| nachdem ich das eine Ende desselben in die Höhe gebogen, einen Dorn darauf. Das umgebogene Ende des Streifens stecke ich nebst dem Ende des Dorns durch einen Ring oder eine Platte mit einem Loch. Dieses Loch befindet sich an der Vorderseite eines Walzenpaares, das mit Kalibern von der Dimension der zu ziehenden Röhre versehen ist. Die Walzen ergreifen das Ende des Streifens nebst Dorn und ziehen es durch das erwähnte Loch; dadurch wird der Streifen über dem Dorn zu einer Röhre umgebogen. Die Walzen selbst bewerkstelligen vermöge ihres Druckes die Abschrägung und das Uebereinandergreifen der Ränder und erleichtern dadurch das nachfolgende Zusammenlöthen.

Fig. 6 stellt das Loch zum Umbiegen im Grundriß,

Fig. 7 in der Seitenansicht,

Fig. 8 im Längendurchschnitt nach der Linie a in Fig. 6,

Fig. 9 in der Frontansicht dar.

Fig. 10 zeigt den senkrechten Durchschnitt eines Walzenpaares, das vor sich ein Loch zum Umbiegen des Metallstreifens hat.

Fig. 11 ist ein Querschnitt durch dieses Loch.

In den Figuren 10 und 11 ist eine Metallschiene eben im Durchgang durch das Loch c begriffen. Die durch das letztere gebildete Röhre geht unmittelbar darauf durch das Kaliber der Walzen d, e. f ist der Metallstreifen, aus welchem die Röhre gebildet wird, g der Dorn, um welchen dieselbe gebogen wird. Das vor den Walzen befindliche Loch c zum Umbiegen des Streifens wird durch eine an dem Walzengestell befestigte Platte m, gegen die sich die Flantsche n des Loches legt, an seiner Stelle erhalten. Der zusammengezogene Theil h des Loches c ist nicht ganz cylindrisch, sondern wie in Fig. 9 gestaltet, d.h. derselbe hat bei i einen größeren Halbmesser als an der andern Stelle der Oeffnung, damit die Ränder der Röhre, wie der Durchschnitt Fig. 11 zeigt, über einander greifen können. Indem nun die noch nicht ganz cylindrische Röhre, welche die Gestalt Fig. 11 angenommen hat, durch das Kaliber der Walze d, e geht, nimmt sie vollends die cylindrische Gestalt an, wobei die übereinander greifenden Ränder, wie Fig. 12 zeigt, aufeinander gepreßt werden.

Das Verlöthen der Röhrenfuge kann auf gewöhnliche Weise mittelst Hartloth bewerkstelligt werden. Ich gebe jedoch einem Loth aus 16 Gewichtstheilen Kupfer, 16 Theilen Zink, 1 1/2 Theilen Wismuth und 2 Thln. Blei den Vorzug.

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