Titel: Entsäuerung der Grubenwasser zum Speisen der Dampfkessel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 152/Miszelle 1 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj152/mi152mi01_1

Entsäuerung der Grubenwasser zum Speisen der Dampfkessel.

Diese findet seit einiger Zeit auf Königsgrube in der Art statt, daß in den zu Tage gehobenen Wassern gelöschter Kalk aufgelöst wird, worauf man dieselben im Teiche sich abklären läßt, ehe sie nach den Dampfmaschinen-Kesseln der Königshütte geführt werden. Seit dieser Einrichtung zeigen sich die Kessel haltbarer. Man hatte besorgt, daß der in dem Wasser durch Verbindung der Schwefelsäure mit Kalk gebildete Gyps in den Kesseln einen sich am Boden fest ansetzenden und darum bekanntlich so schädlichen Pfannenstein bilden würde; der Gyps schlägt sich aber nur als ein weißer Schlamm nieder, der bei dem Wechseln der Kessel durch Umrühren und Ablassen des Wassers leicht zu entfernen ist. Hiermit dürfte auch die Bildung brennbarer Gase in den Kesseln beseitigt seyn, die man auf der Königshütte früher mehrmals beobachtet hat. Gase, welche beim Stillstande der Feuerung und Oeffnen des Mannloches sich an der Lampe mit heftiger Explosion entzündeten, und wahrscheinlich aus Wasserstoffgas bestanden, das sich in Folge der Einwirkung der Schwefelsaure auf das Eisen, des Kessels durch Wasserzersetzung gebildet hatte. (Wochenschrift des schlesischen Vereins für Berg- und Hüttenwesen, 1859, Nr. 13)

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