Titel: Ueber das württembergische Kriegspulver, von Dr. J. Linck.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 152/Miszelle 8 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj152/mi152mi01_8

Ueber das württembergische Kriegspulver, von Dr. J. Linck.

Der Verf. hat nach dem von Bunsen erfundenen Verfahren zur Analyse des Schießpulvers und der Producte die es nach der Entzündung liefert (polytechn. Journal Bd. CXLVII S. 413), die folgende Analyse von württembergischem Kriegelpulver in Bunsen's Laboratorium zu Heidelberg ausgeführt. Dasselbe wird aus einem Gemische von 75 Theilen Salpeter, 11,5 Theilen Schwefel und 13,5 Theilen Kohle bereitet. Der ausgeführten Analyse zufolge enthält 1 Grm. Pulver so viel Kalium, als 0,6415 Grm. feste Verbrennungsproducte, und so viel Stickstoff, als 0,6415 Grm. feste und 0,3551 Grm. gasförmige Zersetzungsproducte zusammengenommen, und das Zersetzungsschema des Pulvers ist:

Textabbildung Bd. 152, S. 78

Von den im unverbrannten Pulver vorhandenen Elementen

K = 0,2893; N = 0,1033; S = 0,1245; C = 0,0905; O = 0,3873; H = 0,0048

hätten sich demnach in den Verbrennungsproducten gefunden

K = 0,2893; N = 0,1033; S = 0,1335; C = 0,0976; O = 0,3598; H = 0,0032.

Die Differenzen zwischen diesen Werthen liegen in unvermeidlichen Fehlern der Methode, namentlich dann begründet, daß bei der Bereitung der Verbrennungsproducte ein Verlust an Pulverrauch und somit auch von kohlensaurem Ammoniak unvermeidlich ist, und daß es nicht möglich ist, eine Gasprobe von der gesammten bei der Bildung der festen Verbrennungsproducte erzeugten Gasmasse anzuwenden. (Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. CIX S. 53.)

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