Titel: Verfahren zum Pressen des Torfes, von P. Crane.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 152/Miszelle 6 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj152/mi152mi03_6

Verfahren zum Pressen des Torfes, von P. Crane.

Patrick Crane, Angestellter bei den Werken der irländischen Torfcompagnie zu Athy in Irland, ließ sich am 26. Juni 1858 folgendes Verfahren zum Pressen des Torfes für England patentiren. Er sagt: „Nachdem der Torf aus dem Moor in geeigneten Stücken oder Soden gestochen worden ist, umhülle ich diese (auf allen Seiten) mit einem starken Tuch, welches aus Pferdehaaren, Kokosfasern, Wollen- oder Hanfgarn in der Art gewoben ist, daß das Wasser aus den Torfsoden, wenn auf dieselben der erforderliche Druck ausgeübt wird, unbehindert austreten kann, ohne daß der Torf selbst herausgepreßt wird. Die mit dem Tuch umhüllten Torfsoden bringe ich zwischen die starken eisernen Platten einer hydraulischen Presse, lasse, nachdem die Presse gefüllt ist, den Druck anfangs langsam steigen, bis ein beträchtlicher Theil des Wassers ausgepreßt worden ist, worauf der Druck schneller verstärkt |239| und hernach auf den höchsten Grad (auf wenigstens 4000 Centner) gesteigert werden kann. Nachdem man die Torfstücke aus ihrer Hülle genommen hat, läßt man sie entweder an freier Luft auf Gestellen trocknen, welche so angeordnet sind, daß der Regen den Torf nicht treffen kann, oder bringt sie in ein Trockenhaus, welches auf irgend eine Weise geheizt wird; in beiden Fällen dürfen die Torfstücke nicht zu nahe an einander gestellt werden, damit die Luft um dieselben circuliren kann. Die Vortheile dieses Verfahrens sind: 1) daß der Torf in jeder Jahreszeit in wenigen Tagen getrocknet werden kann, 2) daß die nach diesem Verfahren dargestellten Torfziegel viel weniger Feuchtigkeit enthalten, als nach der alten Methode; 3) daß das Pressen das Volumen des Torfes vermindert, wodurch derselbe viel transportabler wird.“ (Repertory of Patent-Inventions, März 1859, S. 229.)

Das Princip des Patentträgers, nämlich das Pressen des Torfes zwischen einem Tuche welches dem Wasser den Austritt gestattet, wendet der Maschinen- und Thurmuhren-Fabrikant Johann Mannhardt in München bei der von ihm construirten Maschine zum continuirlichen Pressen des rohen Torfes zwischen Walzen an.

Die Redaction.

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