Titel: Vereinfachung des Verfahrens der Eisenanalyse nach Margueritte; von O. L. Erdmann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 152/Miszelle 8 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj152/mi152mi04_8

Vereinfachung des Verfahrens der Eisenanalyse nach Margueritte; von O. L. Erdmann.

Die Reduction des Eisenoxyds durch Zinnchlorür, von welcher schon Penny Gebrauch gemacht hat zur Bestimmung des erstern, benutzt W. Wallace bei seiner Eisenprobe (polytechn. Journal Bd. CXLIX S. 440) zugleich zur leichten Löslichkeit derjenigen Eisenerze, welche sich sehr schwer in Salzsäure lösen, wie Magneteisenstein und faseriger Rotheisenstein.

Da die Leichtigkeit, mit welcher sich das Eisenoxyd in einer sauren Flüssigkeit löst, welcher Zinnchlorür zugesetzt ist, sich darauf gründet, daß das Oxyd leichter in einer sauren Lösung von Eisenchlorür als von Eisenchlorid löslich ist, so ließ sich voraussehen, daß andere Reductionsmittel, namentlich metallisches Zink, die Beschleunigung der Auflösung ebenfalls hervorbringen würden. In der That erleichtert metallisches Zink die Auflösung der Eisenerze in Salzsäure auf überraschende Weise. Hierauf gründet sich folgende Vereinfachung des Verfahrens der Eisenanalyse nach Margueritte. Statt erst die Lösung des Eisenerzes zu bereiten und diese dann mit Zink nach der gewöhnlichen Weise zu reduciren um ihren Eisengehalt mittelst Chamäleonlösung zu bestimmen, bringt man ein Stück metallisches Zink neben dem Eisenerze in die zur Lösung dienende Salzsäure. Die Auflösung erfolgt bei den sonst schwerlöslichsten Erzen und geglühtem Eisenoxyd in der Wärme sehr leicht und schnell. Die Lösung wird dann mit Wasser verdünnt und nachdem sie noch eine Zeit lang mit dem Wasserstoff entwickelnden Zink gestanden hat, titrirt. Bei einer Anzahl in meinem Laboratorium aufgeführter Analysen von Eisenerzen wurde dieses Verfahren angewendet, und es hat sich so vortrefflich bewährt, daß ich es als eine wesentliche Erleichterung der Analyse empfehlen kann. (Journal für praktische Chemie, 1859, Bd. LXXVI S. 176.)

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