Titel: Schweißen mittelst hydraulischer Pressen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 152/Miszelle 6 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj152/mi152mi06_6
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Schweißen mittelst hydraulischer Pressen.

Das Schweißen mittelst hydraulischer Pressen ist durch den Ingenieur Hrn. Duportail in den Werkstätten der französischen Westbahn mit Erfolg versucht worden. Die Anwendung von selbst sehr schweren Dampfhämmern bringt bei großen Arbeitsstücken selten die nöthige Vereinigung durch die ganze Dicke der Masse hervor, indem der Hammer nur die äußeren Ränder zusammendrückt und übereinander quetscht. Es wurden behufs dieser Versuche zwei Eisenstücke von 36 Millimeter, circa 1 3/8 Zoll Durchmesser schweißwarm gemacht und auf den Preßstempel einer hydraulischen Presse gebracht, die alsdann rasch geschlossen wurde. Das Eisen wurde hierdurch dicht vereinigt, indem es dabei in einen vollkommen teigigen Zustand überging, was nicht befremden kann, wenn man die enorme Menge Wärme bedenkt, die durch eine so kräftige Pressung entwickelt wird. Sobald die Schweißstelle ziemlich dieselbe Dicke wie der Eisenstab selbst annahm, wurde mit der Pressung aufgehört. Diese Stelle war nach dem Erkalten vollkommen verbunden und ging erst nach dem dritten Schlage eines 36 Cntr. schweren Rammbärs auf, worauf man noch der Trennung durch Einsetzen einer Klinge in den entstandenen Riß und wiederholte Hammerschlage nachhelfen mußte. (Moniteur des int. mat., 1859 Nr. 21; Wochenschrift des schlesischen Vereins für Berg- und Hüttenwesen, Nr. 23.)

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