Titel: Jackson's hydraulische Frictions-Kuppelung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153, Nr. LXVIII. (S. 251–252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/ar153068

LXVIII. Hydraulische Frictions-Kuppelung, von P. R. Jackson.

Aus der schweizerischen polytechnischen Zeitschrift, Bd. IV S. 42.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Diese Vorrichtung hat in gewisser Beziehung Aehnlichkeit mit den bekannten Frictionskuppelungen, zeigt jedoch in der Art und Weise, wie der Druck auf die reibenden Flächen ausgeübt wird, eine wesentliche Abweichung von jenen. Fig. 24 gibt einen Längendurchschnitt dieser Kuppelung und Fig. 25 einen Schnitt nach 1–2, wobei a die Treibwelle und b diejenige Welle darstellt, welche mit jener nach Belieben gekuppelt oder von derselben abgelöst werden soll. Die Welle b dient eigentlich nur als Zwischenglied und ihre Bewegung wird durch das auf ihr befestigte Getriebe c weiter fortgepflanzt; bei d und e ist sie mit Lagerzapfen versehen. Das auf der Treibwelle a befestigte Rad f greift in dasjenige g ein, welches sich frei auf der Welle b drehen kann, weßhalb feine Nabe ausgefüttert ist. Die Kuppelung geschieht nun dadurch, daß man dieses Rad g mit der Welle b fest verbindet, in Folge dessen sich dann die letztere ebenfalls drehen muß, wenn a in Bewegung ist; sowie aber die Verbindung zwischen g und d aufgehoben wird, steht auch b wieder still. Zu diesem Zwecke ist die Welle b mit vier rechtwinkelig auswärts stehenden röhrenförmigen Ansätzen h versehen, deren Oeffnungen in einer gemeinschaftlichen Kammer i in der Mitte der Welle zusammenlaufen. In jedem derselben befindet sich ein hohler messingener Kolben k, welcher genau anschließt und zudem eine Lederdichtung I hat. Die außerhalb liegenden Theile in der Kolben bilden die Bremsbacken, welche an die innere Fläche des ringförmigen Ansatzes n des Rades g so fest angepreßt werden können, daß eine vollständige Verbindung jener Theile entsteht.

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Von der Kammer i aus ist die Welle b in der Mitte durchbohrt und bei o ist diese Bohrung etwas erweitert. Dieser ganze hohle Raum, sowie das Innere der Kolben, ist mit Oel angefüllt; wird nun auf das Oel ein Druck ausgeübt, so theilt sich derselbe sogleich den vier Kolben mit und treibt dieselben nach außen. Um einen solchen Druck zu bewerkstelligen, dient die am Ende der Welle angebrachte, von der Büchse p getragene Stange q, welche mit Hülfe des Schwungrädchens r und der daran befestigten Schraubenmutter s hin- und hergeschoben werden kann. Die letztere wird durch drei radial eingeschobene und durch einen Ring am Herausfallen gehinderte Keile t zurückgehalten, wie dieses in Fig. 24 und dem nach Linie 3–4 geführten Durchschnitte (Fig. 27) zu sehen ist. Da sich aber hiebei die Stange q nicht drehen darf, so ist dieselbe ihrer ganzen Länge nach mit einer Nuth versehen, in welche der Zahn v eingreift. Am äußern Ende derselben befindet sich eine kleine Büchse w, welche ein Sicherheitsventil enthält, dessen Beschaffenheit sich leicht aus dem Längendurchschnitte Fig. 26 erkennen läßt. Um dem Oel den Zutritt zu diesem Ventile zu verschaffen, ist die Stange q ihrer ganzen Länge nach durchbohrt.

Die Handhabung dieses einfachen und sinnreichen Apparates, sowie die Möglichkeit, die Bewegung der Welle b nur allmählich herzustellen und aufhören zu lassen, bedarf nach dem oben Gesagten keiner weiteren Erklärung.

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