Titel: Rose's Packetirung oder Verbindung der Eisen- und Stahlsorten.
Autor: Rose, William
Fundstelle: 1859, Band 153, Nr. XCI. (S. 347–348)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/ar153091

XCI. Verbesserungen in der Packetirung oder Verbindung der Eisen- und Stahlsorten zur Anfertigung von Waffen und Messerschmiedarbeiten; von William Rose.

Aus Armengaud's Génie industriel, Juli 1859, S. 20.

Rose's patentirtes Verfahren besteht in einer neuen Verbindungsweise der Eisen- und Stahlsorten, welche dem Metall den gleichen Charakter und die gleiche Textur in allen seinen Theilen verleiht, statt eine bloße Oberflächenverzierung hervorzubringen.

Man nimmt hierzu Eisen- und Stahlstäbe, und zwar einerseits das beste mit Holzkohlen dargestellte Eisen und andererseits Gußstahl; diese Stäbe werden in Bändern über einander gelegt, so daß der Querdurchschnitt der Masse, in Folge der Verschiedenheit der Farben und der Metallsorten, das Ansehen von eingelegtem Täfelwerk darbietet.

Ein auf diese Weise zusammengesetztes Packet wird zuvörderst ausgeschweißt und zu den verlangten Dimensionen ausgewalzt, wobei es dieselbe Zeichnung behält; windet man es aber während des Ausschweißens, was sehr leicht zu bewerkstelligen ist, so erhält man eine unendliche Verschiedenheit von Zeichnungen, welche nothwendig im ganzen Körper des Metalls dieselben bleiben werden. Wenn man nun das Metall zu Gewehr- und Pistolenläufen, zu Degen- und Säbelklingen, zu Tischmessern und anderen derartigen Artikeln verarbeitet, so werden diese Verzierungen, welche sehr deutlich hervortreten, eben so lange dauern, als die Gegenstände selbst, also bei deren Abnutzung nicht verschwinden.

Man erhält eine ähnliche Wirkung, wenn man zwei oder mehr Eisensorten von verschiedener Farbe und Qualität mit einander packetirt; für |348| die Artikel aber, wo der Stahl nothwendig ist, wie Waffen und Messer, kann man zwei oder mehr verschiedene Stahlsorten anwenden, um dieselbe Wirkung zu erlangen.

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