Titel: Bekanntmachung, das Preisausschreiben des sächsischen Ingenieur-Vereins betreffend.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 1 (S. 73–74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi01_1

Bekanntmachung, das Preisausschreiben des sächsischen Ingenieur-Vereins betreffend.

Auf Grund der unterm 4. August 1857 veröffentlichten Aufforderung zur Preisbewerbung17) waren bis zum 30. Juni zwei Abhandlungen über die Preisaufgabe, das Imprägniren der Hölzer betreffend, und eine Abhandlung über die zweite Aufgabe, Rauchverbrennungseinrichtungen betreffend, bei dem Verwaltungsrathe eingegangen. Die dritte Aufgabe über die Geschichte der Entwickelung des Maschinenbaues im Königreiche Sachsen war ohne Bewerbung geblieben. Der Verwaltungsrath ergänzte sich durch Zuwahl des Hrn. Geheimen Finanzraths Major Wilke, des Hrn. Oberingenieurs Poege an der Leipzig-Dresdner Eisenbahn und des Hrn. W. Stein, Professor der Chemie an der königl. polytechnischen Schule, zum Preisgerichte für die erste Preisaufgabe, und durch Zuwahl des Hrn. Brandversicherungsinspectors Kato in Chemnitz, des Hrn. I. A. Schubert, Professor der Ingenieurwissenschaften an der königl. polytechnischen Schule und des Hrn. Professor Stein zum Preisgerichte für die zweite Aufgabe.

Das Preisgericht erkannte nach genauer Prüfung der Arbeiten und gemeinschaftlicher Berathung über dieselben die Abhandlung über Aufgabe 1 mit dem Motto: „Prüfet Alles und das Beste behaltet“ einstimmig für preiswürdig, erachtet dagegen die Abhandlung mit dem Motto: „Unsere Verantwortlichkeit für freiwillige Ausführung etc.“ zwar ebenfalls für werthvoll und beachtenswerth, aber der ersten wesentlich nachstehend. Die für die zweite Aufgabe eingegangene Arbeit mit dem Motto: „Auch das Kleinste hat im System Bedeutung“ wurde einstimmig für preiswürdig trachtet.

In der am 10. April gehaltenen Versammlung des Vereins wurde nach Vorlesung des über die Verhandlungen des Preisgerichts aufgenommenen Protokolle zur Eröffnung der als unverletzt anerkannten Couverts geschritten und als Verfasser der preiswürdigen Abhandlung über das Imprägniren der Hölzer Hr. Eisenbahn-Betriebsdirector Buresch in Hannover, als Verfasser der preiswürdigen |74| Abhandlung über Rauchverbrennungseinrichtungen aber Hr. Dr. August Seyferth in Braunschweig proclamirt.

Der Verein beabsichtigt diese gekrönten Abhandlungen in seinen Mittheilungen zu veröffentlichen.

Dresden, am 27. Juni 1859.

Der Verwaltungsrath des sächsischen Ingenieur-Vereins.
Dr. Julius Hülsse, Professor und Director der königl. polytechn. Schule, als Vorsitzender.
Otto Volkmar Tauberth, Maschinen-Ingenieur und königl. Betriebs-Oberinspector der sächsisch-böhmischen Staatseisenbahn, als Stellvertreter des Vorsitzenden.
Johann Bernhard Schneider, Professor der Maschinenlehre an der königl. polytechn. Schule, als Secretär.
Otto Biedermann Günther, Baumeister, als Stellvertreter des Secretärs. Ernst Bake, Betriebs-Ingenieur der sächsisch-böhmischen Staatseisenbahn, als Vereinscassirer.

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Polytechn. Journal, Bd. CXLV S. 390.

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