Titel: Untersuchung des Suersen'schen Zahncements, vom Apotheker Otto Helm.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 7 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi01_7

Untersuchung des Suersen'schen Zahncements, vom Apotheker Otto Helm.

Eine dem Verf. von einem Zahnarzte zur Untersuchung übergebene Probe dieses Cements bestand aus 59 Proc. Zinkoxyd und 31 Proc. Chlorzink, das Uebrige war Wasser und ein unwesentlicher Farbstoff. Die ausgesprochene Vermuthung, daß dieser Cement aus basischem Zinkchlorid bestehe, ist somit bestätigt. Zur Nachahmung der verschiedenen Farbennüancen fand der Verf. folgende Mischungen bewährt:

a) Helle Zahnfarbe: 1 Gran Ockererde und 1 Gran Braunstein fein zerrieben und mit einer Unze Zinkoxyd genau vermischt.

b) Zahnfarbe von mittlerem Farbentone: 1 Gran Braunstein, 3 Gran Ockererde und 1 Unze Zinkoxyd.

c) Dunklere Zahnfarbe: 5 Gran Ockererde, 1 Gran Braunstein und 1 Unze Zinkoxyd.

Zur Füllung des Zahnes wird ein Theilchen dieses so zubereiteten Zinkoxyds mit so viel reiner Zinkchloridlösung (1 Theil Zinci chlorati und 1 Theil Wasser) gemischt, |77| daß eine Latwerge entsteht, welche sehr schnell in die vorher ausgetrocknete Zahnlücke gedrückt wird. Nachdem mittelst eines Messers das Ueberflüssige entfernt, kann bei Vorderzähnen noch zur Nachahmung des Schmelzes ein Ueberzug von Wasserglas angewendet werden.

Ob obiger Zahnkitt sich bewähren wird, muß die Länge der Zeit lehren; der Verf. macht nur darauf aufmerksam, daß derselbe durch Magensäure und Essig nicht unangreifbar ist; ferner übt derselbe wegen seiner schnellen Erhärtung einen starken mechanischen Druck aus, selbst wenn solcher vorher mit Aetzmitteln behandelt wurde. Es erscheint daher zweckmäßig, den Nerv vorher mit etwas gefaltetem Stanniol zu belegen. (Polytechnisches Centralblatt, 1859 S. 750.)

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