Titel: Legirung von Aluminium und Eisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 4 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi02_4

Legirung von Aluminium und Eisen.

Der in England und auch bei uns wohlbekannte Eisenhüttenmann, Hr. S. B. Rogers, führt mit Bezugnahme auf die in neuerer Zeit so viel besprochenen Legirungen von Aluminium (dem in der Thonerde enthaltenen Metalle) mit andern Metallen an, daß er schon in seiner „Metallurgie“ auf die Wichtigkeit des Aluminiumgehaltes, besonders für Stahl hingewiesen habe. Indem man kohlenstoffreichen Stahl mit Thonerde schmilzt, erhält man eine spröde Legirung, welche im Bruche weiß und körnig ist, und bei der Analyse 64 Proc. Thonerde (vielmehr das diesen 64 Proc. entsprechende Aluminium) gibt. Wenn man 1 Thl. davon mit 8 Thl. Stahl zusammenschmilzt, erlangt man einen Stahl, der 8 Proc. Thonerde (vielmehr das diesen 8 Proc. entsprechende Aluminium) enthält und in seinen Eigenschaften dem besten Bombay-Wootz nichts nachgibt. Beim Anätzen zeigt er die eigenthümliche feinwellige Damascirung. Der nach dem Verfahren des Sir C. Knowles gefertigte Stahl wird wegen seiner großen Dichtigkeit, Festigkeit und Härte sehr gerühmt. Auch hier ist ein Aluminiumgehalt anzunehmen, da das Wesentliche dabei in dem Zuschlage von Porzellanerde besteht, die reich an Thonerde ist. In dem besten Süd-Wales- und Monmouthshire-Eisen ist durch den Verfasser ein starker Gehalt an Aluminium und Silicium nachgewiesen worden, so besonders in dem Beaufort- und Blaenavon-Eisen. (Mining Journal, 1859 S. 118; Wochenschrift des schlesischen Vereins für Berg- und Hüttenwesen, 1859, Nr. 28.)

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