Titel: Ueber die Extraction des Farbstoffs der Alkannawurzel mittelst Schwefelkohlenstoff; von Lepage.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 8 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi02_8

Ueber die Extraction des Farbstoffs der Alkannawurzel mittelst Schwefelkohlenstoff; von Lepage.

Grob gestoßene Alkannawurzel wird mit Schwefelkohlenstoff erschöpft, welcher den Farbstoff derselben vollständig auszieht. Von dem Auszuge wird der größte Theil des Menstruums im Wasserbade abdestillirt, der Rückstand in einer Schale einige Zeit in heißes Wasser gehalten, um den letzten Rest des Schwefelkohlenstoffes zu verjagen, dann kalt mit destillirtem Wasser behandelt, welches 2 Proc. Aetznatron gelöst enthält. Das Anchusin löst sich darin und ertheilt der Flüssigkeit eine prächtige indigoblaue |159| Farbe; im Rückstande bleibt eine, größtentheils aus Fettstoffen bestehende Substanz. Nachdem die blaue Flüssigkeit filtrirt worden, setzt man ihr nach und nach sehr verdünnte Salzsäure bis zum geringen Ueberschusse zu, wodurch sie getrübt wird und nach längstens 24 Stunden einen rothbraunen Niederschlag absetzt. Man wäscht diesen fünf- bis sechsmal mit destillirtem Wasser aus, sammelt ihn auf starkem Leinen, preßt nach dem Abtropfen gehörig aus und trocknet. So dargestelltes Anchusin bildet eine zerreibliche Masse, welche ein purpurrothes Pulver von so beträchtlicher Färbekraft liefert, daß 5 Centigramme desselben hinreichen, 100 Grm. Fett gehörig zu färben. (Aus l'Echo méd., durch Archiv der Pharmacie.)

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