Titel: Ueber Cementstahlbereitung; von E. H. Duhamel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 3 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi04_3
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Ueber Cementstahlbereitung; von E. H. Duhamel.

F. C. Knowles von Lovel-Hill schlägt ein neues Mittel zur Verbesserung des Cementstahls vor.

Wenn derselbe nämlich in Form von Barren, Blech etc. den Cementirofen verlassen hat, so bringt man ihn in Röhren von paffender Form und Weite, aber ohne Holzkohle oder andere kohlehaltige Substanzen hinzuzufügen. Den Eintritt der atmosphärischen Luft in die Röhren verhindert man gänzlich. Darauf wird der ganze Apparat, ähnlich wie die Windleitung der Hohöfen, mehr oder weniger lange erhitzt, je nach der Form und der Stärke der Stahlstücke. Die Cementation schreitet dann von den äußern Partien der Stücke nach Innen fort, und wenn dieselben dadurch fast vollkommen gleichförmig in der Masse geworden sind, nimmt man sie aus der Röhre und läßt sie ohne Luftzutritt erkalten, indem man sie mit Kohlenlösch und dergleichen bedeckt.

Wenn das so behandelte Eisen von guter Beschaffenheit war, so erhält man einen Stahl, der sich nach vorherigem Erhitzen sehr gut unter dem Hammer bearbeiten läßt, ohne zuerst bündelweise geschweißt zu werden, wie der Grobstahl.

Knowles glaubt, daß man auf diese Art, wenn nur die Cementation richtig geleitet und gutes Material verwendet wurde, Stahl erster Qualität erzielen würde, und schlägt vor, nach dieser Methode auch die Barren aus Gußstahl zu behandeln, um sie möglichst homogen und alle Fehlstellen verschwinden zu machen. (Aus dem Journal des mines, 1859, Nr. 9, durch die berg- und hüttenmännische Zeitung, Nr. 31)

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