Titel: Anwendung des Wasserglases zum Weichmachen des Wassers behufs der Dampfkesselspeisung etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 2 (S. 390)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi05_2

Anwendung des Wasserglases zum Weichmachen des Wassers behufs der Dampfkesselspeisung etc.

Im polytechn. Journal Bd. CLII S. 189 wurde das Verfahren mitgetheilt, welches die HHrn. Buff und Versmann, Chemiker in London, zum Weichmachen des Wassers für industrielle Zwecke erfanden und dessen guten Erfolg Prof. A. W. Hofmann bestätigt. Dieses Verfahren, welches auf der Fällung der das Wasser hart machenden Kalk- und Bittererdesalze mittelst kieselsauren Natrons (Wasserglas) beruht, wurde aber im Wesentlichen schon vor drei Jahren von Hrn. Dr. Van den Corput, Professor der organischen Chemie am Musée royal de l'industrie in Brüssel angegeben, in seiner Abhandlung „über die Krustenbildung in den Dampfkesseln“, welche in den Annales des travaux publics de Belgique, t. XIV, Bruxelles 1856 erschien und daraus in den Bulletin de Musée de l'Industrie von 1856 übergieng. Hr. Van den Corput sagt in dieser Abhandlung:

„Man kann das sogenannte harte Wasser weich machen, indem man es mit kieselsaurem Kali oder Natron (Wasserglas von Fuchs) versetzt; das Wasser mag den Kalk als schwefelsaures oder als kohlensaures Salz enthalten, so entsteht durch Zusatz einer entsprechenden Quantität Wasserglas ein vollkommen unauflösliches Silicat, wogegen im Wasser nur schwefelsaures oder kohlensaures Alkali aufgelöst bleibt, deren Gegenwart für die meisten industriellen Anwendungen des Wassers ganz unschädlich ist.“ Er fügt dann noch bei: „Diese Methode, welche sich auf positive chemische Daten gründet und daher mit der größten Genauigkeit ausgeführt werden kann, scheint mit wegen ihrer Einfachheit und wegen der geringen Kosten, welche sie veranlaßt, die besondere Beachtung der Fabrikanten in allen denjenigen Fällen zu verdienen, wo dieselben ein Reservoir benützen können, welches das zur Kesselspeisung bestimmte Wasser aufzunehmen vermag.“

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