Titel: Werthverhältniß verschiedener Metalle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 153/Miszelle 5 (S. 392)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj153/mi153mi05_5

Werthverhältniß verschiedener Metalle.

Der Vergleich, wie sich die Durchschnittspreise bei den verschiedenen Metallen in den Zeiten der lebhaften Speculation und dann der Reaction, sowie im ganzen Verlaufe gestaltet haben, erscheint für die Untersuchung über den Werth des Geldes besonders beachtenswerth, weil die Metalle unter den verschiedensten Verhältnissen und in weit von einander entlegenen Gegenden producirt werden. Wenn bei Eisen, das in Schottland, Blei, das am Harz oder in Spanien, Kupfer, das in Schweden oder in Chili, Zink, das in Schlesien, und Zinn, das in Ostindien gewonnen wird, anhaltend und im Ganzen ziemlich ebenmäßig eine und dieselbe Tendenz der Preise mit Evidenz hervortritt, so wird man hier mehr als bei anderen Handelsartikeln zu der Annahme gedrängt werden, daß die Ursache einer solchen Preisveränderung nicht so sehr in den wechselnden Produktionsverhältnissen dieser Artikel, als in einer Veränderung hinsichtlich des Werthes der Edelmetalle an sich, welche den gemeinsamen Maaßstab der Preise abgeben, zu suchen seyn dürfte. Von diesem Gesichtspunkte aus wird es von einigem Interesse seyn, wenn wir im Nachstehenden das Werthverhältniß der verschiedenen Metalle seit 1821, einfach nach dem Gewichte unter sich verglichen, vor Augen stellen. Es waren nämlich im Durchschnittswerthe einander gleich:

Textabbildung Bd. 153, S. 392

Nach dieser dem Bremer Handelsblatt entnommenen Nachweisung ist seit 1850 bis 1851, d.h. seit der Ausbeutung der neuen Goldfelder, der Werth der übrigen Metalle im Verhältniß zum Gold stetig gestiegen und nur das Eisen macht aus naheliegenden Gründen einigermaßen eine Ausnahme. Ob dieses Werthsverhältniß der Metalle bleibend seyn, oder sich noch mehr zu Ungunsten des Goldes ändern wird, läßt sich indeß nach erst zehnjähriger Erfahrung mit Sicherheit nicht entscheiden. (Austria, 1859 S. 374.)

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