Titel: Smethurst's verbesserter Dampfkolben.
Autor: Smethurst, Joseph
Fundstelle: 1859, Band 154, Nr. XXXIII. (S. 163–164)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/ar154033

XXXIII. Verbesserter Dampfkolben, von dem Ingenieur Joseph Smethurst zu Guide Bridge in Lancashire.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, September 1859, S. 189.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Diese Erfindung (patentirt in England am 27. December 1858) bezweckt, die metallenen Kolben elastischer und leichter adjustirbar zu machen, als dieß bisher der Fall war; hierzu werden zwei Liederungsringe angewendet, deren innere Peripherien so abgeschrägt sind, daß ein keilförmiger Ring hineinpaßt, welcher an einem Punkte durchgeschnitten ist, also aus zwei (oder auch mehr) Theilen besteht, und auf den ein excentrischer |164| Federring aus Gußeisen einwirkt, welcher ebenfalls an einem Punkte durchgeschnitten ist.

Fig. 15 ist ein Aufriß eines derartigen Dampfkolbens,

Fig. 16 ein Querdurchschnitt, und

Fig. 17 ein Grundriß desselben, wobei der Deckelkranz als weggenommen gedacht ist.

a ist der Körper des Kolbens; b, b sind die Liederungsringe, welche in gewöhnlicher Weise abgeschrägt sind, damit der Keilring c eingelegt werden kann. Letzterer kann in vier Theile oder Segmente geschnitten werden, wie Fig. 17 zeigt; bei kleineren Kolben kann er aber nur an einem Punkte durchgeschnitten seyn, oder auch an zweien, je nach der Größe des Kolbens. Auf die Segmente oder den Keilring c wirkt der excentrische Federring d ein, welcher wie die Liederungs- und Keilringe am zweckmäßigsten aus Gußeisen besteht. Der Federring ist nur an einem Punkte durchgeschnitten und so abgedreht, daß sein äußerer Durchmesser größer als der innere Durchmesser des Keilrings oder der Segmente ist, damit der Kolben in dem Cylinder mit der erforderlichen Elasticität arbeitet. Derartige Kolben können mit oder ohne Adjustirschrauben, welche auf den Keilring oder die Segmente c einwirken, benutzt werden.

Solche metallene Kolben sind elastischer und leichter zu adjustiren als die bisher gebräuchlichen, und da der Federring von dem Keilringe oder den Segmenten getrennt ist und von dem Körper des Kolbens getragen wird, so werden auch die nachtheiligen Stöße der gewöhnlichen Metallkolben möglichst vermieden.

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