Titel: Erhaltung des Reit- und Zaumzeuges von braunem Leder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 14 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi01_14

Erhaltung des Reit- und Zaumzeuges von braunem Leder.

Wenn das Reit- und Zaumzeug von braunem Leder durch den Schweiß, Staub etc. schmutzig geworden ist, wird es zunächst mit einem feuchten wollenen Lappen gehörig abgewischt und dann mit sehr wenig grüner Seife auf einem trockenen wollenen Lappen ordentlich abgerieben. Schon durch dieses für gewöhnlich ausreichende Verfahren erhält das Leder die zur Conservation nöthige Fettigkeit und natürlichen Glanz. Erscheint eine gründlichere Behandlung nothwendig, so werden die braunen Reit- und Zaumzeugstücke, nachdem sie mittelst eines feuchten Lappens gehörig gereinigt worden, mit einer geringen Quantität Rindertalg oder mit rohem Talg aus den Eingeweiden des Schafes, oder auch mit einer Mischung von 2/3 reinem russischen Talg und 1/3 gutem Lederthran auf einem trockenen wollenen Lappen so lange tüchtig abgerieben, bis die Fettsubstanz in das Leder eingedrungen ist und letzteres den entsprechenden Glanz hat. Um bei solchem Verfahren das Lederwerk stets geschmeidig zu erhalten, genügt es, dasselbe jährlich ein- bis zweimal mit einer Mischung von 2/3 ausgelassenem Talg und 1/3 Fischthran auf der Fleischseite einzuschmieren. Auch reiner Thran oder Klauenfett kann hiezu verwendet werden. (Preuß. Centralblatt der Abgaben-, Handels- und Gewerbegesetzgebung, 1859, Nr. 13.)

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