Titel: Entwässerung von Kellern mittelst des liegenden Erdbohrers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 3 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi01_3

Entwässerung von Kellern mittelst des liegenden Erdbohrers.

Viele Keller sind naß, obgleich das nöthige Gefäll zur Ableitung des Wassers vorhanden ist, weil die Anlage einer Entwässerungsdohle zu kostspielig oder wegen Gebäuden, Gärten etc. nicht ausführbar wäre. In diesem Falle und wo die Erdart es gestattet, ist die Entwässerung auf folgende Weise mit geringen Kosten möglich.

Es wird mit dem liegenden Erdbohrer ein 2 Zoll weites Loch mit etwa 1 Fuß Gefäll auf 100 Fuß Länge gebohrt, sey es von Außen bis in den Wasserbehälter des Kellers, oder von diesem nach Außen. In dieses Loch wird ein 1 Zoll weites Bleirohr eingezogen, innen mit abwärts gebogenem Seiher versehen und dadurch ein Wasserverschluß gebildet, der keinen Luftzug durch die Röhre gestattet.

Auf diese Weise hat der Oberamtsbaumeister Nördlinger, welcher sich zur Ausführung solcher Anlagen erbietet, den Keller des Gymnasialgebäudes in Tübingen entwässert und ebenso in der Schott'schen Bierbrauerei eine zinnerne Röhrenleitung vom Gährkeller unter dem Hofe hindurch bis zur Straße eingezogen, durch welche bei der Abfuhr des Biers in den Lagerkeller dasselbe vom Gährgeschirr bis ins Fuhrfaß geschlaucht wird. (Württembergisches Gewerbeblatt, 1859, Nr. 38.)

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