Titel: Ein Mittel zur Reinigung der zur Bereitung des Leuchtgases dienenden thönernen Retorten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 5 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi01_5

Ein Mittel zur Reinigung der zur Bereitung des Leuchtgases dienenden thönernen Retorten.

Im Journal of Gas Lighting wird von einem englischen Gasingenieur folgendes Mittel zur Reinigung von Thonretorten angegeben, welches dieser nach seiner Mittheilung seit 14 Jahren mit Erfolg in seiner Anstalt angewendet hat. Sowie man die zu reinigende Retorte entleert hat, bestreut man ihren Boden 3 Zoll hoch mit Asche oder Breeze, und zwar so weit, daß die Asche nach vorn noch etwa 3 Zoll in das Mundstück hineinreicht. Dann nimmt man ein 6 bis 8 Fuß langes 1zölliges schmiedeeisernes Rohr mit einem aufwärts gebogenen Knie am äußeren Ende, und gießt durch dieses Rohr 3 bis 4 Töpfe Wasser in die Retorte. Der Dampf, in welchen das Wasser sofort verwandelt wird, löst die Kohlenkruste und zwar in Stücken bis zu 1/4, bis 1/2 Centner, wenn die Kruste sehr dick ist. Die Asche verhindert, daß das Wasser die Retorte berühre und beschädige. Die einzig nöthige Vorsicht besteht darin, daß man das Rohr nicht heiß werden lassen darf, bevor man Wasser eingießt; denn sonst fließt dieses leicht zurück und verbrennt die Hand des Arbeiters. Wird das Rohr zu heiß, so zieht man es heraus und legt es eine halbe Stunde bei Seite, bevor man fortfährt. Bei entsprechender Wiederholung der Manipulation wird die Retorte vollkommen rein, und man braucht sie dazu nicht länger als für eine Charge außer Dienst zu setzen. (Journal für Gasbeleuchtung, 1859, Nr. 4.)

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