Titel: Ueber die Erkennung von salpetrigsauren und salpetersauren Verbindungen in Flüssigkeiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 6 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi01_6

Ueber die Erkennung von salpetrigsauren und salpetersauren Verbindungen in Flüssigkeiten.

Nach G. C. Schäffer's Beobachtungen (Silliman's american Journal t. XII p. 117) versetzt man die zu prüfende Flüssigkeit mit 1 bis 2 Tropfen oder so viel Blutlaugensalzlösung (Kaliumeisencyanür), daß dieselbe dadurch nicht merklich gefärbt wird, und fügt alsdann 1 Tropfen Essigsäure zu, wonach sich die Flüssigkeit entweder unmittelbar oder nach einigen Minuten, je nach der Menge des salpetrigsauren Salzes, gelb färbt. Bei Gegenwart von nur sehr kleinen Mengen salpetrigsaurer Verbindungen empfiehlt Schäffer einen Gegenversuch mit reinem Wasser |76| und denselben Quantitäten der Reagentien anzustellen, da diese selbst in reinem Wasser nahezu dieselbe Färbung erzeugen. Schäffer beschreibt das Verfahren als so empfindlich, daß man in einer wässerigen Auflösung noch wenigstens 1/600,000 davon entdecken könne.

Um salpetersaure Salze auf dieselbe Art nachzuweisen, habe man die zu prüfende wässerige Flüssigkeit zuvor erst mit geschabtem metallischen Blei zu schütteln oder zu digeriren und könne dann noch 1 Theil Salpeter in 60,000 Theilen Wasser nachweisen. Statt der Essigsäure lassen sich, nach Schäffer, auch Oxalsäure, Weinsteinsäure oder verdünnte Salzsäure anwenden. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1859, Nr. 19.)

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