Titel: Neue Anwendung des Mineralöls zum Einölen der Uhren und anderer metallener Geräthschaften; von Dr. Willibald Artus.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 4 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi04_4

Neue Anwendung des Mineralöls zum Einölen der Uhren und anderer metallener Geräthschaften; von Dr. Willibald Artus.

Man hat die Erfahrung gemacht, daß selbst die feinsten thierischen und Pflanzenfette, Oele u.s.w. mit der Zeit, indem dieselben zersetzt werden, die Metalle angreifen und oxydiren; ich wurde deßhalb oft von Technikern angegangen, ein paffendes Ersatzmittel ausfindig zu machen, welches mir auch an dem Mineralöle (ein Product der Destillation fossiler Brennstoffe und als ein Gemenge von verschiedenen noch nicht genau studirten Kohlenwasserstoffverbindungen anzusehen) gelungen ist.

Da jedoch das Mineralöl stets einen unangenehmen Beigeruch enthält, so ist dasselbe zu vorliegenden Zwecken zuvörderst dadurch zu reinigen, indem man dasselbe mit einer gesättigten Lösung von unterchlorigsaurem Natron schüttelt, hierauf einige Zeit stehen läßt, das obenauf sitzende Oel abgießt, das Abgegossene wiederholt mit Kalkmilch schüttelt und hierauf die Masse abklären läßt, worauf dann das Oel abgegossen, mit 1/3 Volumen concentrirter Natronlauge vermischt und der Rectification unterworfen wird.

Mit diesem Oele sind von verschiedenen Technikern Versuche angestellt worden, die für die außerordentlich günstige Brauchbarkeit zu obigen Zwecken sprechen, weßhalb ich daher keinen Anstand nehme, das Oel zu den gedachten Zwecken den Technikern hiermit zur Beachtung zu empfehlen. (Vierteljahresschrift für technische Chemie)

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