Titel: Gekröpfte Treibachsen für Locomotiven.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 1 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi05_1

Gekröpfte Treibachsen für Locomotiven.

Die Darstellung solcher Achsen aus einem Stücke hat selbst für den geschicktesten und gewissenhaftesten Constructeur und Schmied solche Unsicherheiten, und es leiden diese Achsen so häufig an verborgenen Fehlern, daß eine absolute Sicherheit für die Eisenbahncompagnien kaum zu erreichen ist. – Das neue System von Hrn. Schivre, dem Ingenieur der franz. Ostbahn, besteht darin, diese Achsen aus einzelnen geraden, ohne Biegung und Spannung der Eisenfasern hergestellten Theilen zusammen zu setzen, und dabei eine gute Verbindung und gute Arbeit zu erreichen. Die gekröpfte Achse zerfällt dadurch in 2 gerade Achsen und mehrere Krummzapfen, alles Theile von geringerem Umfange, die leicht und mit Sicherheit durch Schmieden herzustellen sind; überdieß können die geraden Achsen, statt aus Eisen aus Stahl dargestellt werden. Nutzt sich einer der Theile ab, so kann er ohne Schwierigkeit durch einen neuen ersetzt werden. Das Hauptbedenken lag in der Sicherheit der Verbindung. Erst nach dreijährigen Versuchen mit einer derartigen Achse, und nachdem eine Reihe solcher Achsen, die nach und nach in Gebrauch gekommen, eine große Meilenzahl durchlaufen, hat sich die Aufmerksamkeit der Ingenieure auf diese neue Construction gerichtet. (Moniteur des Int. mater., 1859 p. 341; Wochenschrift des schlesischen Vereins für Berg- und Hüttenwesen, Nr. 47.)

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