Titel: Einfaches Mittel zur Herstellung eines fast luftdichten Fensterverschlusses.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 2 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi05_2

Einfaches Mittel zur Herstellung eines fast luftdichten Fensterverschlusses.

Man mache von gutem Oelkitt (sogenannter Stockfarbe) lange Rollen von der Dicke eines starken Bleistiftes bis eines kleinen Fingers, je nach. Beschaffenheit der Fensterrahmen, lege diese in den Spund längs aller vier Seiten des aufgehenden Flügels und schließe dann denselben mit sanftem Drucke. Es wird dabei der Oelkitt dergestalt zwischen beide Rahmen gepreßt, daß dem Luftzuge jeder Durchgang versperrt ist. Damit aber das Fenster auch in der Folge geöffnet werden könne, ohne den gewonnenen dichten Schluß wieder zu verlieren, bestreiche man vor Anbringung der Rolle von Oelkitt denjenigen Spund in welchem dieselbe haften bleiben soll, mit Leinölfirniß und pudere die Seite der Rolle, welche beim Schließen des Flügels zwar an den anderen Rahmen sich fest anlegen, aber an demselben nicht ankleben soll, mit trockner Schlämmkreide. Zum Ueberfluß kann man mit dieser auch noch die Theile des andern Rahmens bestäuben, welche beim Schließen des Fensters von dem Kitte berührt werden. Läßt man das Fenster einige Tage geschlossen, so wird die Kittausfüllung an dem mit Firniß bestrichenen Rahmen festsitzen, von dem anderen dagegen beim Oeffnen sich leicht ablösen und für die Folge den Zweck so vollständig und zugleich dauerhaft erfüllen, wie es nur die sorgfältigste Tischlerarbeit vermöchte. (Breslauer Gewerbeblatt, Bd. I S. 92.)

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