Titel: W. Gossage's Verhüttung von Kupferkiesen auf nassem Wege.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 4 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi05_4

W. Gossage's Verhüttung von Kupferkiesen auf nassem Wege.

Arme Kupferkiese, die neben kleinen Mengen Schwefelkupfer reichliche Mengen von Schwefelkies enthalten, werden jetzt in England vielfältig von Schwefelsäurefabriken zur Erzeugung van schwefliger Säure benutzt, indem man sie in einer Art trichterförmigem Schachtofen röstet und die erzeugte schweflige Säure in die Schwefelsäurekammern leitet. Die Röstrückstände, die neben großen Mengen von Eisenoxyd, kleine Mengen von Schwefelkupfer, Kupfervitriol, Kupferoxyd und Silber enthalten, werden durch Schmelzen mit kieselsäurehaltigen Substanzen auf Kupferstein verarbeitet, indem dabei das Eisen als werthloses Silicat in die Schlacke geführt wird. Hr. W. Gossage zu Widnes, Lancaster, schlägt vor, dieselben mit einem Eisenoxydsalze und einer billigen Säure. z.B. Eisenchlorid und Salzsäure, nöthigenfalls bei Gehalt von Silber unter Zusatz von Kochsalz, zu extrahiren. Hierdurch wird einmal der Kupfervitriol und das Kupferoxyd aufgelöst, ferner das Schwefelkupfer in Kupferchlorid, das Schwefelsilber in Chlorsilber verwandelt, und letzteres durch das Kochsalz gelöst. Das Eisenchlorid wird hierdurch zu Eisenchlorür reducirt. Aus der erhaltenen Lösung wird das Silber, falls es vorhanden, durch Kupfer, das Kupfer durch Eisen, oder nach Hrn. Gossage besser durch künstlich bereitetes, feinvertheiltes Schwefeleisen niedergeschlagen, gesammelt, ausgewaschen und für sich verarbeitet. Den eisenoxydreichen Rückstand will Hr. Gossage auf Eisen verschmelzen (?); die Eisenchlorürlauge soll durch Ausfetzen an die Luft, mit Zuhülfenahme salpetrigsaurer Gase, wieder in Eisenchlorid verwandelt und von Neuem benutzt werden. (Mining Journal, 1859 p. 739; Wochenschrift des schlesischen Vereins für Berg- und Hüttenwesen, Nr. 47.)

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