Titel: Vorkommen der Rutinsäure in den Blättern des Buchweizens, nach Edward Schunck.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1859, Band 154/Miszelle 6 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj154/mi154mi05_6

Vorkommen der Rutinsäure in den Blättern des Buchweizens, nach Edward Schunck.

Kocht man die Blätter des Buchweizens (Polygonum Fagopyrum) mit Wasser aus, seiht die Abkochung durch Zeug, und fällt mit einer geringen Menge Bleizuckerlösung Chlorophyll und einige andere Stoffe vorsichtig aus, bis die Flüssigkeit gerade klar und durchsichtig ist, kocht auf und filtrirt, so erhält man eine goldgelbe Flüssigkeit. Auf Zusatz von Essigsaure wird dieselbe blaßgelb, wenn nicht zu viel Bleizuckerlösung zugesetzt war (Bleiessig fällt den gelben Farbstoff auch), und beim Stehen scheiden sich gelbe Krystalle aus. Diese, gehörig gereinigt, hatten die Eigenschaften des Rutins (Weiß), der Rutinsäure (Rochleder und Hlasiwetz). Die Analysen der Säure und ihrer Bleiverbindung gaben:

Rutinsäure. Bleiverbindung.
C 49,67 49,96 30 = 180 50,00 C 32,29 30 = 180 31,83
H 5,89 5,92 20 = 20 5,55 H 3,59 18 = 18 3,18
O 44,44 44,12 20 = 160 44,45 PbO 38,81 2 = 223,4 39,51

Diese Analysen führen zu den Formeln der Rutinsäure = C₃₀H₂₀O₂₀, und der Bleiverbindung = C₃₀H₁₈O₁₈ + 2PbO. Indig fand sich in dieser Pflanze nicht. (Chemical Gazette, 1859 p. 303; durch das chemische Centralblatt Nr. 57.)

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