Titel: Darstellung von Collodiumblättern zum Bedecken von Wunden, nach Alex. Rollason.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 10 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi01_10
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Darstellung von Collodiumblättern zum Bedecken von Wunden, nach Alex. Rollason.

Man vermischt Collodium mit 1/16 Ricinusöl, welches Verhältniß aber je nach der Concentration des Collodiums abzuändern ist. Diese Mischung, welcher man nach Umständen noch 1 bis 2 Proc. Canadabalsam, oder auch Steinöl, Terpenthinöl etc. zusetzt, gießt man auf eine Glas- oder Metallplatte und verwandelt sie dadurch, indem das Lösungsmittel verdunstet, in dünne Blätter, die man nachher vorsichtig von der Platte abzieht. Diese Blätter können gleich wie Goldschlägerhaut benutzt werden, um Wunden zu bedecken, auch, sofern man der Masse gewisse geeignete Stoffe, wie Gerbsäure, Eisenchlorid etc., zusetzt, eine heilende Wirkung ausüben. Derartige Blätter kann man auch mit einem Gewebe oder mit Papier verbinden, um es wasserdicht zu machen, in welchem Fall man bei der Anfertigung derselben statt Ricinusöl ein anderes trocknendes Oel anwendet. Man legt das Gewebe oder Papier auf das Collodiumblatt oder bringt dieses zwischen zwei Stücke des Gewebes oder Papiers und bewirkt dann durch Walzen, Ueberreiben mit einem glatten Körpern, die Vereinigung. (Repertory of Patent-Inventions, August 1859, S. 140; durch das polytechnische Centralblatt, 1859 S. 1391.)

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