Titel: Verfahren, die aus dem Steinkohlentheer dargestellten Farbstoffe beim Zeugdruck zu fixiren; von R. D. Kay in Accrington.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 7 (S. 77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi01_7

Verfahren, die aus dem Steinkohlentheer dargestellten Farbstoffe beim Zeugdruck zu fixiren; von R. D. Kay in Accrington.

Um das sogenannte Harmulin, Indisin und Fuchsin zu fixiren, drucke ich eine mit Albumin vermischte Auflösung derselben auf die Zeuge. Ist der Farbstoff in Wasser unlöslich, so verwende ich zur Auflösung desselben Oele, oder Oele mit Alkalien, oder Weinsteinsäure etc., und drucke den so gelösten Farbstoff, mit Albumin (aus Eiern oder Blut) verdickt, auf. Nach dem Trocknen wird die Waare gedämpft; statt des Dämpfens kann man sie auch durch heißes Wasser allein, oder durch heißes Wasser welches eine Säure oder ein Salz aufgelöst enthält, passiren. Zuletzt passirt man die Waare noch durch ammoniakalisches Wasser oder mit Ammoniak geschwängerten Wasserdampf, wodurch die Farbe besser entwickelt wird.

1stes Beispiel. 2 Unzen concentrirtes Harmulin werden kalt in
8 „ Olivenöl gelöst, und dann
4 „ krystallisirte Soda, in
24 „ Wasser gelöst, zugesetzt. Nach gutem Vermischen
fügt man
14 „ Albumin zu und rührt gut um.
2tes Beispiel. 28 Unzen concentrirtes Harmulin werden in
21 „ Weinsteinsäure und
560 „ Wasser kochend gelöst, noch heiß filtrirt und nach
dem Erkalten
308 „ Albumin zugerührt.

– Patentirt in England am 29. December 1858. (Repertory of Patent-Inventions, September 1859, S. 230.)

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