Titel: Anwendung des Wasserglases zur Glasfabrication.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 6 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi03_6

Anwendung des Wasserglases zur Glasfabrication.

In der Sitzung des Central-Verwaltungs-Ausschusses des polytechnischen Vereins für Bayern vom 4. Januar d. J. zeigte Hr. Optikus Sigmund Merz in München ein von ihm auf eigenthümliche Weise, nämlich mit einem Gemisch von Wasserglas und Mennig dargestelltes Flintglas vor. Die Zusammensetzung bei diesem ersten Versuche bestand aus 44,44 Kieselerde, 44,44 Mennig und 11,11 Natron; mithin war das Verhältniß des Sauerstoffs der Säure (Kieselerde) zur Summe des Sauerstoffs der Basen wie 9 : 1. Nach der Ansicht des Hrn. Merz dürfte diese Bereitungsweise ganz besonders für optisches Glas Vortheil gewähren, indem der abgeführte Versuch ein ungewöhnlich homogenes Glas ergab. Einer Einladung des Central-Verwaltungs-Ausschusses, diese sehr bemerkenswerthen Ergebnisse durch Fortsetzung dieser Versuche zu constatiren, ist Hr. Merz durch die Zusage, auch Crownglas auf dieselbe Weise darzustellen, entgegengekommen. (Bayerisches Kunst und Gewerbeblatt, 1860 S. 4.)

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