Titel: Benutzung der Centrifugalkraft beim Entwässern des Stärkmehls.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 7 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi03_7

Benutzung der Centrifugalkraft beim Entwässern des Stärkmehls.

Seit einiger Zeit wendet man zum Entwässern des Stärkmehls Centrifugalapparate an, was folgende Vortheile gewährt: 1) Ersparniß großer Räumlichkeiten, da man keine Gypstennen und Darren mehr nöthig hat; 2) eine erhebliche Zeitersparniß, man erzielt nämlich in 10 Minuten eine so vollständige Entwässerung der Stärke, daß dieselbe nicht mehr als 12 Procent Wasser enthält während die Stärke, nachdem sie mehrere Tage lang auf den Gypstennen und den Darren gewesen ist, noch einen Wassergehalt von 30 Procent besitzt; 3) das Stärkmehl wird sehr rein und weiß, so wie man es bisher noch nicht dargestellt hat.

Mittelst eines Centrifugalapparates kann man in 12 Minuten 1500 bis 1800 Kilogr. Stärke entwässern. Die Trommel muß per Minute 1400 bis 1500 Umdrehungen machen. Zur Bewegung der Maschine bedarf es höchstens einer Pferdekraft. Centrifugalmaschinen zum Entwässern des Stärkmehls werden von Liebermann in Paris construirt, welcher an denselben auch eine Einrichtung anbringt, mittelst deren die durch Auswaschen mit Wasser von dem Stärkmehl befreite Kartoffelmasse, welche als Futter benutzt wird, ebenfalls in dieser Maschine entwässert werden kann, so daß die Entwässerung derselben durch Pressen entbehrlich ist. (Aus Le Technologiste, durch das polytechn. Centralblatt, 1859 S. 1697.)

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