Titel: Modification der Bunsen'schen Batterie; von Hrn. Thomas.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 10 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi04_10

Modification der Bunsen'schen Batterie; von Hrn. Thomas.

Bei Versuchen, welche kräftige Elektromotoren verlangen, zieht man im Allgemeinen die Bunsen'sche Batterie allen anderen Batterien vor. Ein großer Uebelstand, der jedoch an dieser Batterie haftet, besteht darin, daß sie salpetrigsaure Dämpfe in so reichlichem Maaße entwickelt, daß man in vielen Fällen auf ihre Anwendung verzichten muß. Außerdem macht man der Bunsen'schen Batterie noch den Vorwurf, daß sie keinen konstanten Strom liefert.

Die Entwickelung der salpetrig sauren Dämpfe ist eine der Hauptursachen der Unbeständigkeit des Stroms Diese Dämpfe greisen nämlich die als Elektroden dienenden Kupferstreifen sehr lebhaft an und leiten chemische Verbindungen ein, welche sich unter Erzeugung neuer elektrischer Ströme bilden, die nicht ohne Einfluß auf den Hauptstrom sind.

Die Entwickelung salpetrigsaurer Dämpfe und die Unreinlichkeit sind die Hauptursache, welche die Beseitigung der Bunsen'schen Batterie in vielen Fällen herbeigeführt hat.

Meine Batterie besteht aus gewöhnlichen Bunsen'schen Elementen, nur daß die sich entwickelnden Gase in ein poröses Gefäß geleitet und dort zersetzt werden. Diese Zersetzung erzeugt einen constanten elektrischen Strom und man hat in Folge der Anordnung meines Apparates ein zweites Element welches wie das erste wirkt.

Meine Batterie bietet somit folgende Vortheile dar: die salpetrigsauren Dämpfe sind beseitigt, der Strom ist constant, sie ist reinlich und kann überall in Anwendung gebracht werden. (Comptes rendus, November 1859, Nr. 20.)

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