Titel: Benutzung von Titan bei der Fabrication des Gußstahls, nach Robert Mushet.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 7 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi04_7

Benutzung von Titan bei der Fabrication des Gußstahls, nach Robert Mushet.

Man nimmt ein titanhaltiges Mineral, wie Titaneisen. Rutil, Brookit, Schorlomit etc., zertheilt es zu feinem Pulver und vermischt es mit dem gleichen bis doppelten Gewicht kohliger Substanz. Als solche verwendet der Patentträger vorzugsweise Pech oder Harz, welches in einem Kessel geschmolzen wird, worauf man das pulverisirte titanhaltige Mineral hinzufügt, das Ganze durch Umrühren vermischt, die Masse auf eine Steinplatte ausgießt und nach dem Erkalten in Stücke zerschlägt. Auf je 40 Pfd. Blasenstahl, welcher zu Gußstahl geschmolzen werden soll, fügt man 1/4 bis 1 Pfd. dieser Masse hinzu, je nachdem der Stahl weicher oder harter werden soll. Die Mischung wird nachher in einem Tiegel geschmolzen, wobei nach Mushet Titan reducirt wird und sich mit dem Stahl legirt; die geschmolzene Masse läßt man in Formen fließen. Wenn man titanhaltiges Roheisen hat, so kann man dieses statt des Titanminerals verwenden. Man nimmt dann auf je 40 Pfd. Blasenstahl so viel von dem titanhaltigen Roheisen, daß darin 1/4 Unze bis 4 Unzen (je nach der beabsichtigten Qualität des Stahls) Titan enthalten ist. – Patentirt in England am 19. März 1859. (Repertory of Patent-Inventions, December 1859, S. 468; polytechnisches Centralblatt, 1860 S. 283.)

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