Titel: Vorschlag zu einer technischen Kohlenprobe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 4 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi05_4

Vorschlag zu einer technischen Kohlenprobe.

Hr. Hartig macht in Rücksicht darauf, daß die verbrennliche Substanz von 1 Pfd. Steinkohle (irgend welcher Sorte) fast durchgängig übereinstimmend 8,2 Pfd. Dampf von 150° C. aus Wasser von 0° zu erzeugen im Stande ist, den Vorschlag, die Güte einer unbekannten Kohlensorte auf folgende Weise zu prüfen. Man ermittele zuerst den Aschengehalt (a Procent) dadurch, daß man auf vorher gut gereinigtem Roste während eines Tages ein bestimmtes Gewicht von Kohlen verfeuert und die Rückstände wiegt, deren Menge man wegen der Flugasche noch um 2 Proc. vermehren kann. Dann ermittele man den Wassergehalt (b Procent) dadurch, daß man 20 bis 30 Pfd. roher Kohle auf dem Dampfkessel selbst gehörig austrocknen läßt und den Gewichtsverlust in Procenten der rohen Kohlen berechnet. Hierauf ergibt sich die nutzbare Heizkraft durch die Formel: W – 8,2 – 0,082a – 0,092b. Multiplicirt man die erhaltene Zahl mit dem mittleren Gewichte eines Scheffels, so ergibt sich die nutzbare Heizkraft des Scheffels, welche zum Vergleich gegen andere Sorten als Einheit benutzt werden kann. (Untersuchungen über die Heizkraft der Steinkohlen Sachsens, von Ernst Hartig. Leipzig, Verlag von W. Engelmann 1860.)

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