Titel: Ueber leichte und gefahrlose Rectification der Schwefelsäure; von N. Neese in Kiew.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 155/Miszelle 5 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj155/mi155mi05_5

Ueber leichte und gefahrlose Rectification der Schwefelsäure; von N. Neese in Kiew.

Die Rectification der Schwefelsäure bietet ein Beispiel dar, wie mitunter selbst sehr praktische Dinge der Vergessenheit anheimfallen können, trotz des Reichthums und der Aufmerksamkeit unserer Literatur. Vor 15 Jahren machte mich der damalige Professor der Pharmacie in Dorpat, Siller, gelegentlich der Rectification dieser Säure, auf einen äußerst zweckmäßigen Handgriff aufmerksam, den er in irgend einem Journal gelesen haben wollte. Man solle die Retorte, in welcher man die Rectification der Säure vornehme, auf eine etwa zollhohe Lage von Asche setzen, sie dann ringsum mit Sand überschütten, und ohne irgend welche Maßregeln die Destillation unternehmen. Ich habe nach dieser Anleitung die Rectification der Schwefelsäure zweimal ausgeführt, und zwar in einer Quantität von 15 Pfund, und in einer Retorte, wie sie fast nicht schlechter seyn konnte, und habe mich gewundert über die Leichtigkeit und Ruhe, mit welcher die Destillation vor sich ging. Offenbar wirkt die Asche hier als schlechter Wärmeleiter und vermittelt das Kochen der Säure von den Seiten her. Man hat seitdem mannichfache Hülfsmittel vorgeschlagen, und alle laufen auf einen besonderen, dazu eingerichteten Apparat hinaus, aber eine Hinweisung auf den erwähnten ganz einfachen Handgriff ist mir noch nicht zu Gesicht gekommen. (Archiv der Pharmacie Bd. CXLV. S. 267)

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