Titel: Ueber das Anbohren und Verbinden von Röhrenleitungen unter Druck, ohne das Wasser abzusperren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 4 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi01_4

Ueber das Anbohren und Verbinden von Röhrenleitungen unter Druck, ohne das Wasser abzusperren.

Um die Störungen zu vermeiden, welche bei der Absperrung von Wasserleitungen für die Wasser-Consumenten entstehen, ist es von Wichtigkeit, ohne solche Absperrungen das Anbohren und Verbinden der Wasserleitungsröhren vornehmen zu können. Zu diesem Zweck empfiehlt sich folgendes Verfahren: Das Eisengußrohr der Haupt- oder Straßenleitung wird bis zu einer geringen Wandstärke angebohrt, eine Rohrschelle mit Gewinde und Verdichtung darüber geschoben, ein Hahn mit einer Fräse und schwach steigendem Gewinde in die Schelle eingesetzt, vermittelst eines Schlüssels gedreht und dadurch die nach der Anbohrung noch schwache Metallwand durchbrochen. Eine derartige Operation, welche in Magdeburg bereits durchgängig angewandt wird, läßt sich in dem Zeitraum von 20 Minuten bewerkstelligen.

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Auf das vorstehend beschriebene Verfahren wurde den HHrn. Schäffer u. Walcker, Fabrik für Gasbeleuchtungs- und Wasseranlagen in Berlin, ein Patent für den preußischen Staat ertheilt. (Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen, 1860, zweite Lieferung, S. 66.)

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