Titel: Benutzung der Waschwässer von der Garancinbereitung, von Pr. Faure und J. Pernod in Avignon.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 15 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi02_15

Benutzung der Waschwässer von der Garancinbereitung, von Pr. Faure und J. Pernod in Avignon.

Die Genannten ließen sich am 24. Juni 1859 ein Verfahren in England patentiren, die bei der Bereitung von Garancin und anderen Krapppräparaten sich ergebenden Flüssigkeiten zu benutzen. Diese Flüssigkeiten, und zwar die sauren Wässer von der Garancinbereitung, insoweit sie nicht zu verdünnt sind, und der Rückstand vom Abdestilliren des Alkohols aus den Waschwässern von der Fabrication der Krappblumen, werden direct auf dem Herde eines Flammofens, ähnlich wie es bei der Sodafabrication oft geschieht, abgedampft, indem man nämlich die Feuerluft über die Flüssigkeit hinstreichen läßt. Die Flüssigkeit liefert dabei einen festen Rückstand von schwärzlicher Farbe, welcher neben der bei der Garancinbereitung angewendeten Schwefelsäure verschiedene Mineralsalze, Ammoniaksalze und viel von der Einwirkung der Säure auf das Gummi und den Zucker des Krapps herrührendes Ulmin enthält. Dieses Product, welches sehr reich an Stickstoff ist, kann als Dünger benutzt werden, zu welchem Zweck man es mit Kalk vermischt, um die Säure zu neutralisiren. Die aus dem Flammofen abziehende Wärme leitet man in die Kammern, in denen das Garancin getrocknet wird. (Repertory of Patent-Inventions, April 1860, S. 292; polytechnisches Centralblatt, 1860 S. 799.)

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