Titel: Ueber Verwendungen des Nickels.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 3 (S. 151–152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi02_3

Ueber Verwendungen des Nickels.

De Montefiore bemerkt in Bezug auf Tissier's Mittheilung über das Nickel (polytechn. Journal Bd. CLV S. 197) Folgendes: Man verfertigt zwar in Amerika keine Münzen aus Nickel, wohl aber solche aus einer Legirung von Nickel und Kupfer, in welcher das erstere nur 15 bis 18 Proc. ausmacht; diese kleinen Münzen sind sehr schön, von röthlicher Farbe, leicht und bequem. In der Schweiz wendet man seit mehreren Jahren für ähnliche Münzen eine Legirung von Silber, Kupfer und Nickel an, |152| welche 10 Proc. des letzteren Metalls enthält. In Belgien sollen Münzen von 5, 10 und 20 Centimes aus einer Legirung von Kupfer und Nickel, die 3 Th. des ersteren und 1 Th. des letzteren enthält, geprägt werden; diese Legirung ähnelt sehr dem Silber und verändert sich wenig. Reines Nickel hat man bisher wohl noch nicht für technische Zwecke angewendet. Die von Deville und Debray angegebenen und beim Platin angewendeten Vorrichtungen zur Erzeugung einer starken Hitze dürften aber ganz geeignet seyn auch das Nickel zu schmelzen und zu gießen.

Die dem Silber ganz ähnliche und im Wesentlichen alle seine Eigenschaften besitzende Legirung, welche Ruolz sich patentiren ließ, besteht aus 20 bis 30 Proc. Silber mit 30 Nickel und 50 Kupfer; sie soll das Silber von 0,900 Gehalt vollständig ersetzen können. Nickel von großer Reinheit, nur 1 1/2 Proc. fremde Materien enthaltend, kann man jetzt zum Preis von 15 Fr. per Kilogramm kaufen. (Cosmos, vol. XVI p. 145; polytechnisches Centralblatt, 1860 S. 794.)

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