Titel: Bereitung von Aetzbeize auf Stahl, nach Delechamps, von Elsner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 7 (S. 153–154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi02_7

Bereitung von Aetzbeize auf Stahl, nach Delechamps, von Elsner.

Elsner hält es für angemessen, die bereits früher von ihm mitgetheilte Zusammensetzung dieser Beize wieder in Erinnerung zu bringen, da dieselbe nach dem Urtheil geschickter und erfahrener Künstler geeignet ist, selbst auf schlechtem Stahl schön tiefe, reine Linien mit scharfen Rändern zu ätzen. Er hat damals Vorschriften zu zwei Aetzflüssigkeiten für Stahl mitgetheilt, von denen die eine für einen stärker aufgetragenen Aetzgrund, die andere für einen schwach aufgetragenen Aetzgrund geeignet ist; diese beiden Vorschriften sind nachstehende:

15 Loth Weingeist von 80 Proc. nach Richter und
1 „ chemisch reine Salpetersäure von 1,22 spec. Gewicht
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werden mit einander gemischt und hierauf 1/2 Quentchen am besten krystallisirtes salpetersaures Silberoxyd, in wenig destillirtem Wasser aufgelöst, hinzugemischt, worauf dann die Beize für Stahl fertig ist.

Da diese Beize bisweilen einen schwach aufgetragenen Aetzgrund etwas auflöst, so wird für einen schwach aufgetragenen Aetzgrund nachstehende Beizflüssigkeit angewendet:

6 Loth Weingeist von 80 Proc. R.,
9 „ destillirtes Wasser,
1 „ reine Salpetersäure von 1,22 spec. Gewicht und
1/2 Quentchen salpetersaures Silberoxyd.

Die praktischen Erfahrungen, welche damals Schauer mit diesen Beizen auf Stahl gemacht hatte und welche alle sehr günstige Resultate ergaben, sind a. a. O. nachzulesen. (Elsner's chemisch-technische Mittheilungen für 1858–1859.)

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